27. September 2007

Nach dem Frühstück und der Abfahrt wieder hinunter nach Marbach an der Donau freute ich mich zunächst über Rückenwind. In der Nähe von Persenbeug begann es zu regnen und meine neue Regenjacke und Überhose kamen erstmals zum Einsatz. Nach der Ortsdurchfahrt von Grein musste ich die Entscheidung treffen, ob ich auf der geplanten Strecke, die weiter Richtung Perg geführt hätte, bleibe oder über die Donaubrücke nach Amstetten fahre, um dort in die Bahn zu steigen. Da ich es vermutlich mit dem Fahrrad nicht rechtzeitig bis Salzburg geschafft hätte, hätte ich ohnehin ein Stück mit der Bahn fahren müssen, also entschied ich mich, das gleich zu tun und dabei eventuell auch dem Regen zu entkommen. Ich fuhr also über die Brücke und weiter bis Amstetten, wo ich nach dem Einkaufen in einen Intercity stieg und bis Attnang-Puchheim fuhr.
Beim Aussteigen in Attnang-Puchheim schien die Sonne. Ab dem Attersee war die Route identisch mit einem Teil meiner Sechs-Seen-Fahrt im Jahr 2005. Heuer kam ich aber nur auf vier Seen. Leider war es trotz niederschlagsfreiem Wetter über den Seen so dunstig, dass man teilweise das gegenüberliegende Ufer kaum sehen konnte. Am Südufer des Mondsees gibt es einen Tunnel, der für Radfahrer gesperrt ist. Ich war überrascht zu sehen, dass die Umfahrung für Radfahrer teilweise auch durch einen längeren Tunnel führt. Er ist breit genug ausgeführt, um auch Kraftfahrzeugverkehr in einer Richtung zu ermöglichen und dient anscheinend als Notausgang für den Autotunnel.
Ursprünglich hatte ich vor, erst Freitag Vormittag nach Bergheim zu kommen. Als ich in St. Gilgen am Wolfgangsee war, erreichte mich jedoch ein Anruf von Wolfgang, der mir mitteilte, dass auch heute schon ein Zimmer beim Bräuwirt frei wäre. Daher entschloss ich mich, hier kein Quartier zu suchen und weiter zu fahren. Die fortgeschrittene Tageszeit war kein Problem, da ich ja am Zielort bereits ein Zimmer hatte. Zwischen St. Gilgen und Fuschl kehrte ich zum Abendessen ein. Danach ging es mit aufgefüllten Energiereserven weiter. Die Steigung bis Fuschl war bald überwunden und vom Fuschlsee ging es bis Salzburg fast nur noch bergab. Da ich den Stadtverkehr in Salzburg vermeiden wollte, bog ich in Salzburg auf die B1 Richtung Norden ab und fuhr über Mayrwies nach Bergheim.
Strecke: Maria Taferl – Marbach an der Donau – Granz – Gottsdorf – Persenbeug – Isperdorf – Hirschenau – Sarmingstein – St. Nikola – Grein – Donaubrücke – Ardagger – Amstetten; nach Bahnfahrt: Attnang – Puchheim – Regau – Schörfling am Attersee – Kammer – Seeberg – Weyregg am Attersee – Seefeld – Steinbach am Attersee – Weißenbach am Attersee – Burgau – Unterach am Attersee – Scharfling – Scharflinger Höhe – St. Gilgen – Fuschl am See – Hof bei Salzburg – Salzburg – Mayrwies – Bergheim/Lengfelden
Distanz Fahrrad: 135 km (49 + 86)
Distanz Bahn: 120 km
26. September 2007

Um die Mittagszeit fuhr ich in Baden los. Da ich bis zum Ziel nur zweimal übernachten und ausserdem halbwegs flott weiterkommen wollte, ließ ich das Campingzubehör diesmal zu Hause. Die Zeiten, zu denen ich 300 km relativ locker in 14 Stunden fahren konnte, sind leider vorbei, vielleicht komme ich mit mehr Training wieder in diese Bereiche. Trotzdem lief es ganz gut und ich kam zügig voran. Nach der Durchquerung des Helenentals und der Steigung zum Forsthof folgte die Abfahrt nach Laaben. In Brand war die Straße kurzzeitig wegen eines Trauerzuges gesperrt. In Böheimkirchen versorgte ich mich mit Proviant. In St. Pölten fuhr ich durch den Ortsteil Wagram auf die B1, auf der ich bis zur Donaubrücke bei Melk blieb. Bei Prinzersdorf stellte ich fest, dass man nicht mehr vor dem fast immer geschlossenen Bahnschranken steht, da die B1 jetzt als Umfahrung ausgeführt ist und die Bahn mit Hilfe einer Unterführung quert. Ab Melk fuhr ich im Donautal. In Marbach hatte ich schon begonnen, mich nach einem Quartier für die Nacht umzusehen, als ich die Abzweigung nach Maria Taferl bemerkte und spontan entschied, ihr zu folgen. Bis Maria Taferl sind ca. 220 Höhenmeter zu überwinden. Oben angekommen fand ich schnell eine Frühstückspension und nach dem Duschen ging ich zum Abendessen in ein nahe gelegenes Hotel.
Strecke: Baden – Sattelbach – Mayerling – Alland – Klausen-Leopoldsdorf – Schöpflgitter – Forsthof – Laaben – Brand – Gasthaus zur frischen Luft – Stössing – Steinabruck – Dörfl – Kasten bei Böheimkirchen – Mitterfeld – Außerkasten – Furth – Böheimkirchen – Mechters – St. Pölten – Gerersdorf – Prinzersdorf – Großsierning – Loosdorf – Melk – Emmersdorf an der Donau – Weitenegg – Urfahr – Ebersdorf – Klein-Pöchlarn – Krummnußbaum – Marbach an der Donau – Maria Taferl
Distanz: 111 km
26. September 2007

Wieder hatte ich geschäftlich in der Nähe von Salzburg zu tun. Da ich die Zeit hatte und mir die Fortbewegung mit keinem anderen Verkehrsmittel auch nur annähernd so viel Spaß bereitet, wählte ich das Fahrrad. Trotz vorhergesagtem Regen blieb ich weitgehend trocken, es war aber an den beiden Tagen so dunstig und nebelig, dass es mir kaum gelang, brauchbare Fotos aufzunehmen. Ich fuhr etwa zwei Drittel der Strecke mit dem Fahrrad und den Rest mit der Bahn.
Fahrrad: Batavus
Mittwoch, 26. September: Baden – Maria Taferl
Donnerstag, 27. September: Maria Taferl – Amstetten und Attnang-Puchheim – Bergheim
14. September 2007

Nachdem sich das Regenwetter der letzten Tage vorläufig wieder verzogen hatte, fuhren Karl und ich heute die Runde über Hart und Hals. Von Baden bis Enzesfeld und im Piestingtal war relativ viel Verkehr, ansonsten war es recht ruhig. Da ich über den Hart die letzten Male meist am Schluss einer längeren Radtour gefahren und dabei schon entsprechend müde war, wollte ich diesmal damit beginnen. Deshalb entschieden wir uns, die Runde im Uhrzeigersinn zu fahren. Die Abfahrt vom Hart Richtung Piesting ist immer sehr nett zu fahren, allerdings fehlt mir im Moment etwas die Routine beim Bergabfahren, daher waren wir in den Kurven nicht sehr schnell. Die Nordseite der Hals-Strecke ist zur Zeit mit schmalen Reifen nicht besonders zu empfehlen, da zwischen Grabenweg und Pottenstein auf einem längeren Straßenstück die Asphaltdecke fehlt. Ich hoffe, die Straßensanierung wird bis hinauf auf den Hals durchgeführt, da sich der Belag auf einem Teil dieser Bergstrecke in fürchterlichem Zustand befindet.
Strecke: Baden (228) – Sooß (240) – Bad Vöslau (276) – Kottingbrunn (265) – Leobersdorf (267) – Enzesfeld (314) – Lindabrunn (331) – Aigen (510) – Auf dem Hart (515) – Markt Piesting (349) – Oberpiesting (354) – Wopfing (352) – Waldegg (402) – Oed (392) – Reichental (401) – Pernitz (430) – Auf dem Hals (662) – Grabenweg (404) – Pottenstein (324) – Großauer Höhe (394) – Großau (310) – Gainfarn (286) – Bad Vöslau (276) – Sooß (240) – Baden (228)
Distanz: 73 km
Fahrrad: Batavus
2. September 2007

Ursprünglich wollte ich unmittelbar nach der Messe eine Radreise starten und über diverse Alpenpässe auf Umwegen wieder nach Hause fahren. Leider ist die Wetterprogrose für die bevorstehende Woche ausnehmend schlecht. Es ist nicht nur mit ergiebigen Niederschlägen zu rechen, auch sinkt die Schneefallgrenze auf 1300 Meter, was es ziemlich sinnlos macht, auf über 2000 Meter hinauffahren zu wollen. Daher entschließe ich mich, wieder mit der Bahn heimzufahren und meine Radreise später von zu Hause zu starten. Der nächste brauchbare Zug verlässt Bregenz um 5:00 Uhr. Bis dorthin fahre ich mit dem Rad.
Nach der Eurobike-Party verlasse ich das Messegelände in Friedrichshafen um 0:22 Uhr. Die direkteste Verbindung zwischen Friedrichshafen und Lindau ist die B31. Bis Eriskirch komme ich ohne Probleme, ab dort ist die B31 als Kraftfahrstraße ausgeschildert und ich habe keine andere Wahl, als der dubiosen Radverkehrsführung zu folgen. Das bedeutet Umwege, schlechten Untergrund und nachts schwer erkennbare Beschilderung. So gut es geht, versuche ich den Radwegen auszuweichen. Ein weiteres Mal muss ich meine Route wegen einer Kraftfahrstraße ändern.
Gegen 2:00 Uhr erreiche ich Lindau. Wenn ich schon einmal hier bin, fahre ich natürlich auch auf die Insel. Auf dem Bahnhof kann ich mich davon überzeugen, dass es auch von hier keinen Zug gibt, mit dem ich rechtzeitig in Bregenz wäre, um dort den gewünschten Zug zu erreichen. Nach einer kurzen Pause am Bodensee fahre ich weiter Richtung Bregenz. Langsam packt mich die Müdigkeit, aber es ist ja nicht mehr weit.
Eine halbe Stunde vor Abfahrt wird der Zug in Bregenz bereitgestellt. Ich lade mein Fahrrad ein, suche ein nicht reserviertes Abteil und schlafe nach dem Zusammenschieben zweier gegenüberliegender Sitze sofort ein. Nach etwas mehr als drei Stunden ist es mit dem Schlafen weitgehend vorbei. Um die Mittagszeit ist der Zug in Wien. Nach einer kleinen Stärkung fahre ich mit dem Fahrrad nach Hause. Zwischen Guntramsdorf und Thalern bietet ein Bauer Kürbisse im Selbstbedienungsverkauf an, wie auf dem Bild zu sehen ist.
Strecke: Friedrichshafen – Eriskirch – Langenargen – Kressbronn – Nonnenhorn – Wasserburg – Lindau – Lochau – Bregenz und nach der Bahnfahrt: Wien – Vösendorf – Wr. Neudorf – Guntramsdorf – Gumpoldskirchen – Pfaffstätten – Baden
Distanz: 69 km (44 + 25)
Fahrrad: Batavus