17. Mai 2009

Auch heuer ließen wir uns nicht davon abhalten, die Großglockner Hochalpenstraße an einem der frühesten Termine zu befahren. Aufgrund der starken Schneefälle im vergangenen Winter war mit sehr hoher Schneelage neben der Straße zu rechnen. Letztlich stellte sich heraus, dass das durchgehend warme Wetter in den Monaten April und Mai für so starkes Abschmelzen gesorgt hatte, dass die Schneelage kaum beeindruckender war als in den vergangenen Jahren. Einzig zwischen Fuscher Törl und Hochtor waren noch höhere Schneewände zu sehen.
Wegen der für Samstag vorhergesagten Niederschläge entschieden wir uns, diesmal erst Samstag nach Fusch anzureisen und die Bergfahrt am Sonntag zu unternehmen. Diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus. Bei der Anfahrt am Samstag Nachmittag regnete es noch, vor allem in der Steiermark. Am Sonntag hatten wir jedoch bestes Wetter, fast schon ein bisschen zu warm.
Wir fuhren wie üblich beim Campingplatz in Fusch los. Ich hatte etwas Probleme, direkt mit der Steigung zu beginnen und nahm mir vor, in Zukunft zuerst zum 0,0-km-Stein in Bruck und wieder zurück zu fahren, um vor der Steigung besser aufgewärmt zu sein. Beim Piffkar warteten wir traditionell bis alle da waren. Beim Fahren in der Steigung ist man in der Regel alleine, da muss man den eigenen Rhythmus finden. Schon vorher war mir der relativ starke Wind negativ aufgefallen, aber auf Höhe der alpinen Naturschau wurde er kurzzeitig so stark, dass ich mich nicht auf dem Rad bzw. auf der Straße halten konnte, was mich zu einer kurzen Pause zwang. Danach ging es wieder besser.
Verena fuhr direkt zur Edelweißspitze während Peter und Gerald zum Hochtor fuhren. Ich entschied mich dann auch zunächst fürs Hochtor, weil ich dort schon länger nicht gewesen war. Bei der Rückfahrt vom Hochtor zum Fuscher Törl wurde mir klar, dass 2000 Höhenmeter genug für mich waren und ich verzichtete diesmal auf die Fahrt zur Edelweißspitze. Wir trafen einander wieder auf dem unteren Parkplatz beim Fuscher Törl. Die Abfahrt war schön wie immer, der Verkehr hielt sich in Grenzen. Meine Höchstgeschwindigkeit betrug 83 km/h.
Strecke: Fusch (813) – Ferleiten (1151) – Piffkar – Fuscher Törl (2428) – Fuscher Lacke (2262) – Hochtor (2504) und zurück
Distanz: 53 km
Höhenmeter: über 2000
Fahrrad: Batavus
12. Mai 2009

Da ich mir vorgenommen hatte, wenigstens eine längere Ausfahrt pro Woche zu unternehmen und mir dabei nicht immer wichtig ist, wohin ich fahre, entschied ich mich nach Schattendorf im Burgenland zu fahren, um einen bestellten Artikel abzuholen und Portokosten zu sparen. Als ich in Baden los fuhr, war es bewölkt aber es regnete nicht. Das änderte sich ab Tattendorf. Den Rest der Strecke hatte ich meistens Regen, wenn auch nicht stark. Meistens tröpfelte es nur etwas stärker. Die Rain-Legs bewährten sich sehr gut. Sie schützen Oberschenkel und Knie vor dem Regen, aber dadurch, dass sie nach unten offen sind, gibt es keinen Wärmestau. Der burgenländische Teil der strecke war etwas hügelig, aber nicht so stark, dass es sich lohnen würde, die Seehöhen der Ortschaften und die zurückgelegten Höhenmeter zu notieren. Bis Schattendorf benötigte ich ca. 2 Stunden, retour fuhr ich, nicht zuletzt aufgrund des Windes, etwas langsamer. Anschließend hatte ich noch einen Weg innerhalb Badens zu erledigen. Da ich den unmittelbar danach fuhr, habe ich die zurückgelegten Kilometer dazu gezählt.
Strecke: Baden – Pfaffstätten – Tribuswinkel – Oeynhausen – Tattendorf – Pottendorf – Landegg – Hornstein – Müllendorf – Wulkaprodersdorf – Siegendorf – Zagersdorf – Draßburg – Baumgarten – Schattendorf und gleiche Strecke retour
Distanz: 105 km
Fahrrad: Batavus
10. Mai 2009

Heute fuhren wir mit den Mountain-Bikes auf den Hohen Lindkogel zum Schutzhaus Eisernes Tor. Bis zur Augustinerhütte benutzten wir die Helenentalstraße. Danach zweigten wir zur Forststraße Richtung Zoblhof ab. Das letzte Stück bis zum Eisernen Tor war auch bald überwunden. Trotz der schmalen Slickreifen und nicht vorhandener Fahrtechnik konnte ich bis auf ein paar Meter alles fahren. Mein verstauchter Zeh behinderte mich nur wenig. Beim Schutzhaus kehrten wir kurz ein und saßen draussen im Schatten. Die Abfahrt führte uns am Steinbruch vorbei nach Gainfarn, von wo wir die übliche Route nach Baden einschlugen. Zu Mittag waren wir wieder daheim.
Strecke: Baden (228) – Helenental – Augustinerhütte – Zoblhof – Schutzhaus Eisernes Tor (834) – Gainfarn – Bad Vöslau – Sooß – Baden
Distanz: 44 km
Fahrrad: Trek
2. Mai 2009

Da die Großglockner Hochalpenstraßen AG nach telefonischer Anfrage nicht garantieren konnte, dass die Glocknerstraße dieses Wochenende nach der Wintersperre wieder eröffnet wird und insbesondere die Straße auf die Edelweißspitze noch nicht geräumt gewesen wäre, haben wir den geplanten Ausflug in den Pinzgau verschoben und suchten uns eine Alternative. Die Runde über Feistritzsattel und Pfaffensattel schien passend. Die heutige Strecke ist eine Variation der Ausfahrt vom 15. August 2007 mit gegenläufigem Umlaufsinn. Da Verena und Peter den an der Anhängerkuppklung montierten Fahrradträger testen wollten, fuhren wir ausnahmsweise mit dem Auto bis Gloggnitz.
Die Radstrecke begann mit dem Anstieg von Gloggnitz zur Burg Wartenstein und weiter bis Schlagl. Nach der Abfahrt bis Otterthal folgte die Steigung auf den Feistritzsattel. Das Wetter hielt sich nicht an die Vorhersage und es war ziemlich kühl. Der stellenweise starke Wind machte es auch nicht angenehmer. Auf dem Feistritzsattel suchten wir uns eine windgeschützte Stelle für unsere Mittagspause. Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir hinunter nach Rettenegg. Die Steigung auf den Pfaffensattel war die steilste des Tages auch wenn die angeschriebenen 20% über 4,2 km sicher nicht stimmen. Die Steigung ist wohl so lang und einzelne Stücke mögen die angegebene Steigung haben, die mittlere Steigung ist aber deutlich darunter. Auf dem Pfaffensattel kehrten wir zu Kaffee und Apfel- bzw. Topfenstrudel ein.
Die Abfahrt Richtung Steinhaus wäre sehr schön, wenn der Belag in besserem Zustand wäre. Gegenwärtig ist es ziemlich holprig. Vor Ende der Abfahrt sah ich einen Greifvogel auf der Leitschiene sitzen. Leider bemerkte ich ihn zu spät, um rechtzeitig stehen zu bleiben. So flog er auf, sobald er mich bemerkt hatte. Es wird wohl ein Falke gewesen sein, ich konnte ihn aber nicht genau genug erkennen. Die Steigung auf den Semmering war die letzte des Tages. Für die Abfahrt wählten wir die Strecke zum Wolfsbergkogel und durch die Adlitzgräben. Gloggnitz war bald erreicht und die Runde wieder geschlossen. Nach Hause fuhren wir wieder mit dem Auto.
Strecke: Gloggnitz (457) – Burg Wartenstein (765) – Schlagl (834) – Otterthal (632) – Brandstatt – Baumgarten – Anger (719) – Trattenbach (777) – Feistritzsattel (1296) – Feistritzwald (1008) – Rettenegg (862) – Pfaffensattel (1372) – Steinhaus am Semmering (825) – Semmering (1025) – Wolfsbergkogel – Breitenstein – Adlitzgräben – Schottwien (569) – Weißenbach (494) – Gloggnitz (457)
Distanz: 77 km
Höhenmeter bergauf: über 1750
Fahrrad: Batavus