Radtouren-Logbuch

Von der kurzen Trainingsfahrt bis zur großen Radreise.

Archiv für die Kategorie 'Sonstiges'

20 km – Guntramsdorf B17

14. März 2009

Protestkundgebung

Seit kurzer Zeit gibt es auf der B17 bei Guntramsdorf ein ca. 800 m langes Stück, auf dem ein Radfahrverbot ausgeschildert ist. Der Grund dafür ist dubios, weil er nichts mit Radfahren zu tun hat. Westlich neben der B17 gibt es auf diesem Stück einen durch Betonblocker abgetrennten Güterweg, der als Rad- und Fußweg ausgeschildert ist. Die Situation ist vor allem für den Fahrrad-Durchzugsverkehr äusserst unangenehm. Um diesen Teil der B17 von Baden kommend Richtung Wien fahrend legal zu passieren, müsste man zweimal die Straßenseite wechseln und 800 m links der Straße fahren. Der linksseitige Weg ist aber bauartbedingt bei Dunkelheit nicht verwendbar, da man aufgrund der halbhohen Abtrennung von den Scheinwerfern der entgegenkommenden Autos geblendet wird, während der Weg selbst völlig im Schatten liegt, wogegen auch der beste Fahrradscheinwerfer nicht hilft. Der momentane Zustand entspricht daher einer Totalsperre der B17 für den Radverkehr bei Dunkelheit sowie für Fahrräder mit Anhängern, die nicht zum Personentransport gedacht sind. Letztere dürfen keine Rad- bzw. Rad- und Fußwege benutzen und sind durch das Radfahrverbot von der Fahrbahnnutzung ausgeschlossen. Eine akzeptable kleinräumige Umfahrung dieses Stücks der B17 gibt es nicht.

Peter ist von dieser Regelung besonders betroffen, da sie seinen täglichen Arbeitsweg betrifft. Er versucht daher bereits seit der Ausschilderung des Radfahrverbots den zuständigen Behörden die Problematik bewusst zu machen und ein Umdenken zu erreichen. Detailierte Informationen finden sich auf seiner Website zum Thema Radfahrverbot auf der B17. Seinen Arbeitsweg hat er mittlerweile als tägliche Demonstration angemeldet, um legal auf der Fahrbahn fahren zu dürfen.

Heute fand eine von den Mödlinger Grünen organisierte Protestveranstaltung statt. Nähere Informationen dazu finden sich auch in der Einladung dazu und auf der Homepage der Mödlinger Grünen. Die Veranstaltung stand unter dem Thema: “Radwege ja bitte – Alibi-Radwege nein danke”. Der zweiten Hälfte davon kann ich uneingeschränkt zustimmen. Als Alltags- und Freizeitradfahrer stehe ich allerdings eher auf dem Standpunkt: “Radwege – nein, danke!”, da es wenig gibt, was den Radverkehr mehr behindert und gefährdet als Radwege. Aber es ist schon einmal positiv, dass es überhaupt Politiker gibt, die das Problem an der B17 erkennen und etwas dagegen tun wollen. Zu der Veranstaltung bin ich hingefahren, und habe dort einige Bekannte getroffen.

Strecke: Baden – Pfaffstätten – Traiskirchen – B17 – Guntramsdorf – Neu Guntramsdorf – Guntramsdorf – Wr. Neustädter Kanal – Tribuswinkel – Pfaffstätten – Baden
Distanz: 20 km
Fahrrad: Batavus

Sicherheit von Radwegen

26. Mai 2008

Viele Radfahrer fühlen sich auf Radwegen subjektiv sicherer als auf der Fahrbahn. Dieses Gefühl trügt jedoch. Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass der Bau von Radwegen im Ortsgebiet die Unfallzahlen erhöht. Das liegt unter anderem daran, dass relativ wenige Unfälle im Längsverkehr passieren. Die meisten Unfälle ereignen sich an Kreuzungen und letztere werden durch Radwege unübersichtlicher. Eine Studie der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt, dass auch wenn man nur innerörtliche Radwege in gutem Zustand berücksichtigt, das Benutzen eines Radweges an Kreuzungen mit einem bis zu fünffach höheren Risiko verbunden ist, als das Fahren auf der Fahrbahn. Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte man den Radwegebau und besonders die Radwegbenutzungspflicht noch einmal überdenken. Der Radverkehr sollte primär dort stattfinden, wo er mit Abstand am sichersten ist: im Mischverkehr mit anderen Fahrzeugen auf der Fahrbahn.

Ein ausführlicher und sehr anschaulicher Artikel zu diesem Thema findet sich auf der Website des ADFC, Kreisverband Bottrop, Titel: Sicherheit von Radwegen.

Alpenpässe: Wintersperre und Schneeräumung

22. März 2007

Parkplatz Fuscher Toerl im Mai 2006

Die meisten der hohen Alpenpässe sind im Winter nicht befahrbar. Die Zeiten der Wintersperre variieren dabei sehr stark. Auf der Großglockner Hochalpenstraße wird zum Beispiel meist im April mit der Schneeräumung begonnen und sie ist ab Anfang Mai wieder befahrbar. Im Spätherbst wird die Straße nach den ersten stärkeren Schneefällen im Oktober oder November gesperrt. In der Schweiz werden einige wichtige Übergänge, die auch eine Seehöhe von 2000m übertreffen, wie etwa der Julierpass und der Berninapass, den ganzen Winter offen gehalten. Weniger wichtige Pässe werden teilweise gar nicht geräumt und sind erst nach der natürlichen Schneeschmelze wieder befahrbar.

Aber auch während der Zeit, in der die Pässe üblicherweise passierbar sind, muss man bei starken Niederschlägen mit gelegentlichen Sperrungen für wenige Tage rechnen. Oberhalb von 2000m kann auch im Sommer Schnee fallen. Genaue Auskünfte darüber, ob eine Passstraße geöffnet ist, findet man am ehesten bei den Autofahrerklubs. Manche der Betreibergesellschaften der Bergstraßen haben auch eigene Webseiten, aus denen diese Informationen zu beziehen sind.

Links:

Aktuelle Informationen der Großglockner Hochalpenstraßen AG
Informationen über Alpenpässe vom ÖAMTC
Informationen über Alpenpässe in der Schweiz vom TCS
Informationen über Alpenpässe in Südtirol von der Verkehrsmeldezentrale Bozen

Besuchte Staaten

8. März 2007

Weltkarte

Zufällig bin ich auf eine Website gestoßen, in der es möglich ist, aus einer Liste von Ländern beliebige auszuwählen und danach farbig darzustellen. Das habe ich dazu benutzt, eine Graphik zu erzeugen, in der ersichtlich ist, welche Länder ich bisher mit dem Fahrrad besucht habe (mit Ausnahme des Vatikans ist die Liste identisch mit der Liste aller Länder, die ich überhaupt je besucht habe). Ein Klick auf das Bild nebenan führt zu einem größeren Bild. Hier können Sie eine eigene Weltkarte erstellen.

Obwohl es vom Wetter her nicht nötig gewesen wäre und auch nicht geplant war, habe ich, was das Rad fahren angeht wieder eine Winterpause eingelegt. Dafür geht es jetzt mit viel Elan in die neue Saison.

Die Blogsoftware habe ich kürzlich auf Wordpress umgestellt, da ich damit leichter individuelle Anpassungen erledigen kann und weil es bessere Möglichkeiten der Vermeidung von Blog-Spam gibt.

Treffen mit Joachim Hager

2. August 2006

Am Mittwoch hatte ich das Vergnügen, Joachim Hager am Tag vor seiner Heimkehr von einer mehr als fünf Jahre dauernden Weltreise mit dem Liegerad zu treffen. Joachim und sein Begleiter Franz, der einen Teil der über neunzigtausend Kilometer mit einem konventionellen Fahrrad mitgefahren war, besuchten mich in Baden. Im Garten sitzend plauderten wir ausführlich. Joachim war im April 2001 mit seiner im Fahrradstudio gekauften StreetMachine GT vom Hersteller HP Velotechnik aufgebrochen und fuhr mit wechselnden Begleitern und teilweise alleine durch Südosteuropa, Teile Asiens inklusive Tibet, Nepal, Indien und China sowie Australien, Südamerika und Afrika. In den letzten Jahren hatten wir das eine oder andere Mal Fahrradersatzteile in entlegene Teile der Welt geschickt. Weitere Informationen zu Joachims Reise finden sich unter recumbenttour.epe.at und www.geocities.com/recumbenttour/.

Nach unserem Gespräch begleitete ich die beiden ca. 20 km durchs Helenental bis kurz nach Alland. Danach kehrte ich wieder um und sie suchten einen geeigneten Platz zum Aufstellen des Zeltes. Da ich am folgenden Tag Zeit für eine größere Ausfahrt gehabt hätte, überlegte ich, die beiden einzuholen, ein paar Stunden mitzufahren und dann wieder zurückzukehren. Dazu hätte ich aber halbwegs früh aufbrechen müssen, was ich aus diversen Gründen nicht geschafft habe. Außerdem regnete es fast den ganzen Tag, daher ließ ich es bleiben. Am 3. August erreichte Joachim nach 64 Monaten Reise wieder seine Heimat Mitterlaab bei Wels in Oberösterreich.

Meine Strecke: Baden – Sattelbach – Mayerling – Alland und wieder retour
Distanz: 41 km
Fahrrad: Batavus

Routenplanung

29. November 2005

geoland baden

Die meisten der auf dieser Website angeführten Ausfahrten haben ihren Start- und Endpunkt naturgemäß in meiner Heimatstadt Baden in Niederösterreich. Da ich nicht so gerne stundenlang in der Ebene fahre, führen meine Ausfahrten öfter Richtung Westen, als ins Burgenland. Radwege und Straßen mit benutzungspflichtigen Radwegen versuche ich so gut wie möglich zu vermeiden, da sie einem zügigen Vorwärtskommen hinderlich und außerdem unfallträchtig sind.

In den Logfiles des Webservers habe ich gesehen, dass häufig Personen, die die Distanz zwischen zwei Orten oder die Seehöhe eines Ortes suchen, über Suchmaschinen auf dieser Website landen. Die Seehöhe eines Ortes lässt sich meist aus Landkarten bestimmen. Wenn sie nicht direkt in der Karte angegeben ist, kann man sie anhand der Höhenlinien oder anhand der Höhe benachbarter Orte schätzen. Die Entfernung zwischen zwei Orten liefert ein Routenplaner. Die selben Werkzeuge verwende ich häufig, um Ausfahrten mit dem Fahrrad zu planen.

Online-Karten verschiedener Maßstäbe und sogar Satellitenfotos findet man unter www.geoland.at für alle österreichischen Bundesländer. Die Karten dürfen auch für andere Webseiten verwendet werden, solange man Quelle und Copyright anführt.

Für das Austüfteln verschiedener Streckenvarianten und vor allem zum Ermitteln der Länge einer geplanten Strecke hat sich map24.at als sehr hilfreich erwiesen. Map24 hat ganz Europa erfasst. Man kann nach Orten und markanten Punkten (Sehenswürdigkeiten, Infrastruktur, …) suchen. Durch Anführen von Zwischenstationen lässt sich die Strecke variieren. Auf Wunsch erhält man auch eine detailierte Beschreibung der Route, die alle Orte und wichtigen Kreuzungen beinhaltet. Das einzige, was ich vermisse, sind Höhenangaben. Wenn man eine Geschwindigkeit vorgibt, erhält man auch eine Abschätzung der Fahrzeit, die jedoch leider keine Steigungen berücksichtigt. Gegenüber vielen anderen Online-Routenplanern hat Map24 den Vorteil, dass man Autobahnen für die Routenfindung völlig ausblenden kann.

Unterwegs auf Radreisen bevorzuge ich Karten im Maßstab 1:200.000, wenn nicht anders möglich auch 1:150.000. Bei Karten mit größerem Maßstab stört mich, dass ich zu viele Karten mitführen und zu oft umblättern müsste. Da ich meistens nur auf asphaltierten Straßen unterwegs bin, sind die Zweihunderttausender genau genug. Die Anschaffung eines GPS-Gerätes habe ich mehrfach überlegt, zur Orientierung brauche ich es jedoch nicht zwingend, und solange die Batterielaufzeiten der angebotenen Geräte deutlich unter einer Woche sind, werde ich es bleiben lassen.

Radler

19. November 2005

Der Radler (in Deutschland auch das Radler) ist ein Mischgetränk aus Bier und Limonade. Zum Mischen eignet sich normales, helles Bier (aus Gerste, nicht Weizen). Man nimmt in der Regel Zitronen-, Kräuter- oder Orangenlimonade. Auch Holunderlimonade ist gut geeignet. Das Mischverhältnis sollte etwa zwei Teile Bier zu einem Teil Limonade betragen (im Grenzfall bis 1:1). Viele Brauereien bieten heutzutage fertig gemischten Radler in Flaschen an. Das Mischgetränk hat einen geringeren Alkoholgehalt als Bier und einen geringeren Nährwert als die puren, meist stark zuckerhältigen Limonaden. Radler ist gut als Durstlöscher geeignet und unter anderem bei Sportlern wie zum Beispiel Radfahrern zum Genuss nach Ausübung des Sports beliebt.

Wer jedoch einen Radfahrer als Radler bezeichnet, muss damit rechnen, dass dieser das als Beleidigung empfindet. Es gibt auch wahrlich Erbauenderes, als mit einem Mischgetränk verglichen zu werden. Wenn Sie zur schreibenden Zunft gehören und gerne Worte wie Pedalritter verwenden, sollten Sie Ihren Wortschatz unbedingt auch um Worte wie Blechknecht, Karosserieknappe und Outler erweitern. Klingt doch auch gleich viel malerischer als Autofahrer, oder?

weiterführende Links zum Thema Radler:
Informationen zu Biermischgetränken auf Wikipedia
http://www.bier-aus-bayern.de/Radler.htm
http://www.bierundwir.de/sorten/radler.htm

Heimfahrt 2. Tag

19. August 1993

Um 5 Uhr 40 weckte uns ein anderer Schaffner und wollte die Tickets sehen, die ihn dann ziemlich zur Verzweiflung trieben. Er sprach zwar nur italienisch, was keiner von uns verstand, aber wir entnahmen seinen Ausführungen, daß wir in Mestre umsteigen hätten sollen. In seiner Hilflosigkeit schickte er uns seinen Chef, welcher uns dann erklärte, daß wir in Monfalcone aussteigen und von dort nach Udine fahren sollen, was uns wieder auf unsere ursprüngliche Route bringen würde. Das taten wir dann auch. Der Zug, den wir in Monfalcone bestiegen, hatte einen Kurswagen nach Wien. Die weitere Fahrt verlief weitgehend planmäßig.

Heimfahrt 1. Tag

18. August 1993

san remo

Der Campingplatz gefiel uns nicht besonders. Nach zwei Wochen in den Alpen machte uns auch die Hitze auf Meeresniveau etwas zu schaffen. Die Cote d’Azur war nicht unbedingt mein Fall. Das eigentliche Ziel waren ja auch mehr die Alpenpässe. All dies waren die Gründe, die uns bewogen die Heimfahrt anzutreten. Wäre die Wohnung in Monaco frei gewesen, wären wir wahrscheinlich noch ein paar Tage länger geblieben. So aber machte ich mich auf die Suche nach dem Bahnhof, während meine Freunde wieder zum Strand fuhren. Ich erkundigte mich nach den Preisen für die Bahnfahrt und den Radtransport und nach der günstigsten Verbindung nach Wien. Die Bahnangestellten bemühten sich, mich zu verstehen und sprachen sogar ein bisschen Englisch. Um die gewünschten Informationen reicher verließ ich den Bahnhof wieder und informierte meine Kollegen. Wir vereinbarten einen Treffpunkt und gingen, je nach Laune oder Notwendigkeit, Schwimmen, Fotografieren, Einkaufen und Geld besorgen. Ich versuchte aus einem französischen Geldautomaten die notwendigen Scheine zu beziehen, was mir erst nach Überwindung einiger Schwierigkeiten gelang. Gemeinsam fuhren wir zum Bahnhof, den wir um 12 Uhr erreichten. Die folgenden Ereignisse möchte ich ausführlich schildern. Die Abfahrtszeit unseres Zuges war 12 Uhr 29. Wir stellten uns beim Schalter an und kamen nach einiger Zeit an die Reihe. Die Bahntickets verkaufte uns der Schalterbeamte noch ohne Probleme. Als wir allerdings die Räder aufgeben wollten, meinte er, daß der Gepäckschalter von 12 bis 15 Uhr Mittagspause habe. Auf die Feststellung, daß dies für einen internationalen Bahnhof lächerlich sei, riet er uns, die Räder in den Regionalzug mitzunehmen und in Vintimille, dem nächsten Ort wo wir umsteigen mußten, zu verschicken. Gut, wir stiegen also mit den Rädern und dem Gepäck in den Zug, der einige Minuten Verspätung hatte. Als wir nach zwei Stationen auf dem Stationsschild nicht Vintimille, sondern Ventimiglia sahen, wußte ich, daß wir Probleme mit den Rädern haben würden. Leider liegt der Grenzbahnhof in Italien und die Italiener transportieren kein Reisegepäck und schon gar keine Fahrräder. Unser Anschlußzug war aufgrund der Verspätung und der Zollkontrolle ohnehin auch schon abgefahren. Christian meinte, daß Fragen ja nichts koste, und versuchte, irgendwelche Informationen über Fahrradtransport zu erhalten. Die Antworten reichten von … closed for Biciclettas … bis … generally impossible … , was sich mit meinen Erwartungen deckte. Da wir uns nicht von unseren Rädern trennen wollten, sahen wir nur eine Möglichkeit. Alex und Karli blieben mit dem gesamten Gepäck in Italien, und Christian und ich fuhren mit vier Fahrrädern im Zug wieder nach Frankreich. Der Zollbeamte wunderte sich zwar, hatte aber nichts dagegen einzuwenden. Wieder in Menton angekommen, gaben wir beim mittlerweile geöffneten Gepäckschalter die Räder auf. Zuerst mußten wir noch warten, bis der Kaffee verteilt war. Das Ausfüllen der Formulare und das Berechnen der zu zahlenden Summe waren hochstehende Aufgaben, bei denen man sich keinen Fehler durch übereiltes Handeln leisten wollte. Beim Zahlen legten wir großen Wert darauf, möglichst alle Münzen los zu werden. Die Fahrräder durften wir noch in Kartons verpacken. Sie sollten über Paris und Deutschland geschickt werden, während wir über Italien heim fuhren. Der Regionalzug zurück nach Ventimiglia hatte gerade so viel Verspätung, daß wir wieder einen Anschluß nach Mailand versäumten. Schließlich verließen wir die französisch-italienische Grenze vier Stunden später als geplant. In Mailand mußten wir ungefähr zweieinhalb Stunden warten. Der Zug nach Tarvisio, den ich im Fahrplancomputer gefunden hatte, erschien auf der Anzeigetafel nur mit der Destination Triest. Wir dachten, daß der Zug wahrscheinlich Kurswagen hat und daß die Richtung ja bis zum Morgen des nächsten Tages in jedem Fall stimmen würde und besetzten das anscheinend letzte freie Abteil. Der Schaffner lochte unsere Tickets ohne jede Kritik. Wir schliefen unerwartet gut.

Fahrrad-Distanz: 9 km