18. März 2010

Nach einer relativ kühlen Periode scheint sich nun der Frühling endgültig durchzusetzen. Karl und ich nutzen das warme Wetter zu einer Ausfahrt in den Wienerwald. Wir entscheiden uns, mit der Einöde zu beginnen und fahren dann über Heiligenkreuz und Grub. In Gruberau, wo wir noch einige Alternativen haben, entscheiden wir uns für den Weg über die Wöglerin und fahren über Sulz und Sittendorf wieder zurück.
Strecke: Baden – Pfaffstätten – Einöde – Gaaden – Heiligenkreuz – Grub – Buchelbach – Gruberau – Wöglerin – Stangau – Sulz im Wienerwald – Sittendorf – Gaaden – Einöde – Pfaffstätten – Baden
Distanz: 43 km
Fahrrad: Batavus
4. März 2010
Karl und ich haben beschlossen, wieder gemeinsame wöchentliche Ausfahrten zu unternehmen. Heute haben wir die erste davon absolviert. Es war deutlich kälter als am Sonntag und wir begnügten uns mit einer kurzen Runde über Sittendorf.
Strecke: Baden – Pfaffstätten – Einöde – Gaaden – (Richtung Heiligenkreuz) – Sittendorf – Gaaden – Einöde – Pfaffstätten – Baden
Distanz: 28 km
Fahrrad: Batavus
28. Februar 2010

Peter und ich nutzten das frühlingshaft warme Wetter zu einer größeren Ausfahrt. Aus dem im Wetterbericht angesagten Sturm wurde nichts, es war großteils windstill, nur auf den letzten Kilometern hatten wir etwas Gegenwind. Wir fuhren zunächst über die Großauer Höhe auf den Hals. Obwohl es meine erste ernstzunehmende Ausfahrt in diesem Jahr war, fiel mir die Steigung nicht allzu schwer. Nach der ziemlich kühlen Abfahrt bis Pernitz fuhren wir auf die Ochsenheide, wo wir Mittagspause machten. Auf der Abfahrt bis Waidmannsfeld konnten wir wegen des auf der Straße liegenden Streusplitts nicht sonderlich schnell fahren. Die Straße auf die Höh war teilweise noch mit Schnee bzw. Eis aber auch sehr grobem Splitt bedeckt. Die Steigung war mir für die erste Ausfahrt noch etwas zu steil und ich benötigte mehrere Pausen. Auch die folgende Abfahrt fuhren wir aufgrund des Splitts recht vorichtig. Nach einem kurzen Stück im Piestingtal fuhren wir über den Hart nach Enzesfeld und weiter über Leobersdorf bis nach Hause.
Strecke: Baden (228) – Sooß (240) – Bad Vöslau (276) – Gainfarn (286) – Großau (310) – Großauer Höhe (394) – Pottenstein (324) – Grabenweg (404) – Auf dem Hals (662) – Pernitz (430) – Neusiedl (473) – Ochsenheide (582) – Waidmannsfeld (495) – Miesenbach (470) – Auf der Höh (~650) – Waldegg (402) – Wopfing (352) – Oberpiesting – Markt Piesting (349) – Auf dem Hart (515) – Aigen (510) – Lindabrunn (381) – Enzesfeld (314) – Leobersdorf (267) – Kottingbrunn (251) – Bad Vöslau – Tribuswinkel – Pfaffstätten – Baden (228)
Distanz: 82 km
Höhenmeter: über 1000
Rad: Batavus
19. November 2009
Heute fuhr ich wieder meinen ehemaligen Schulweg über die Weinbergstraße nach Mödling, um eine Lieferung abzuholen. Es war gemessen an der Jahreszeit angenehm warm.
Strecke: Baden – Pfaffstätten – Gumpoldskirchen – Mödling und gleiche Strecke retour.
Distanz: 25 km
Fahrrad: Batavus
26. September 2009
Heute fuhr ich zu einem Klassentreffen meines Maturajahrgangs nach Biedermannsdorf. Knapp mehr als die Hälfte meiner ehemaligen Mitschüler nahmen an dem Treffen teil. Ich fuhr nach Pfaffstätten, bog von der Badenerstraße in die Dolpstraße ein und fuhr auf der Straße östlich der Bahn nach Gumpoldskirchen. In Guntramsdorf zweigte ich auf den Radweg neben dem Wr. Neustädter Kanal ab, da der Radweg durch Biedermannsdorf führt und ich daher nicht lange nach dem richtigen Weg suchen musste. Das Stück zwischen Laxenburg und Biedermannsdorf wurde offensichtlich irgendwann in den letzten 10 Jahren asphaltiert, ist aber mittlerweile, vermutlich aufgrund unzureichenden Unterbaus oder nicht eingeplanter Dehnungsfugen, wieder grauslich zu befahren.
Strecke: Baden – Pfaffstätten – Gumpoldskirchen – Guntramsdorf – Laxenburg – Biedermannsdorf und gleiche Strecke retour
Distanz: 30 km
Rad: Batavus
13. September 2009

Um 10:00 Uhr verlasse ich das Hotel und fahre das Ötztal weiter talauswärts. Es ist bewölkt, regnet aber nicht. Wäre das Wetter stabiler und trocken gewesen, wäre ich über das Kühtai nach Innsbruck gefahren. Bei der aktuellen Wetterlage beschließe ich aber, nur bis Ötztal-Bahnhof zu fahren und mich dort in den Zug zu setzen. Zunächst geht es nur wenig bergab, fast eben dahin. Später kommt wieder richtiges Gefälle. In Längenfeld wird die Straße durch einen Blasmusik-Umzug blockiert und ich muss warten. Während der Wartezeit beginnt es leicht zu tröpfeln. Später während der Fahrt wird der Regen stärker. Um etwa 11:30 erreiche ich den Bahnhof Ötztal und trockne die nasse Kleidung in der Sonne.
Mit einem Regionalzug fahre ich bis Innsbruck, wo ich etwas länger Zeit habe und vom Bahnhof zur Altstadt spaziere. Der Eurocity-Zug EC 569 kommt mit etwa einer halben Stunde Verspätung an. Ich lade mein Fahrrad ein und finde mit Mühe einen Sitzplatz in dem relativ vollen Zug. Da es in Wien trocken ist und ich wieder Lust habe, mich zu bewegen, wechsle ich nicht von der West- zur Südbahn, sondern lasse die letzten Kilometer der Fahrkarte verfallen und fahre mit dem Rad auf kleinen Umwegen bis Baden.
Strecke: Sölden (1362) – Längenfeld (1179) – Oetz (768) – Ötztal Bahnhof (Gemeinde Haiming) sowie nach Bahnfahrt Wien – Baden
Distanz: 69 km (39 + 30)
12. September 2009

Da ich dringend einkaufen muss (das Wochenende steht bevor und meine Lebensmittelvorräte sind praktisch Null), verzichte ich auf eine weitere Befahrung der Radroute entlang des Flusses und fahre auf die normale Straße. In St. Martin finde ich einen Supermarkt. Bis zum Beginn der eigentlichen Steigung auf das Timmelsjoch in St. Leonhard geht es zwar das Passertal aufwärts, es gibt aber immer wieder auch kurze Bergabstücke. War es in der Früh noch vollständig bewölkt, so ist es jetzt wieder sonnig und unangenehm heiß. In St. Leonhard mache ich eine Pause um zu essen und kehre etwas später auf einen Kaffee ein.
Auf ca. 1500m beginnt es zu regnen. Da in diesem Bereich mehrere Tunnels bzw. Galerien sind, stelle ich mich eine Zeit lang unter. Als der Regen wieder nachlässt, fahre ich weiter. Er wird aber wieder stärker. Auf einer Höhe von ca. 1700m sehe ich ein paar Häuser und meine Hoffnung, dass eines davon ein Gasthaus sein möge, erfüllt sich. Ich kehre ein und pausiere für etwas mehr als eine Stunde. Danach ist der Regen weg und sogar die Sonne lässt sich wieder blicken. Gestärkt geht es weiter aufwärts. Die Bewölkung kommt später wieder, aber es regnet an diesem Tag nicht mehr.
Es ist später Nachmittag und der Verkehr hat in der Zwischenzeit stark abgenommen. Offenbar haben sich viele Ausflügler durch den kurzen Regen bzw. die Bewölkung abschrecken lassen. Langsam arbeite ich mich höher. Als die Kräfte langsam nachlassen, beginne ich aus dem Watzmann zu zitieren. Gegen 19:00 Uhr erreiche ich die Passhöhe des Timmelsjochs. Ich ziehe die lange Hose, den Fleecepulli und die Windstopperjacke über und begebe mich nach dem Fotografieren auf die Abfahrt. Wie erwartet erreiche ich auf dem langen geradeaus führenden Bergabstück vor dem Windeck die höchste Geschwindigkeit dieser Tour. Der insgeheim erhoffte Hunderter geht sich nicht aus, aber es reicht immerhin zu 86 km/h. Die Verhältnisse lassen heute nicht mehr zu.
Die Gegensteigung nach dem Windeck ist länger als erwartet. In diesem Bereich herrscht dichter Nebel. Nach Überwindung der Steigung ist auch der Nebel wieder weg und es geht weiter bergab. Stellenweise ist die Straße hier nass. Da das Wetter nicht sonderlich stabil aussieht, tendiere ich eher dazu, ein Zimmer zu nehmen, als einen der Campingplätze aufzusuchen. Eigentlich wollte ich noch bis etwa Längenfeld fahren, entscheide mich aber spontan in Sölden zu bleiben und nehme ein Zimmer im Gasthof Grauer Bär.
Strecke: Saltaus (490) – St. Martin (597) – St. Leonhard (689) – Moos (1007) – Timmelsjoch (2509) – Hochgurgl – Obergurgl – Zwieselstein (1472) – Sölden (1362)
Distanz: 64 km
Höhenmeter: über 2100
11. September 2009

Am Campingplatz in Dimaro nutze ich ausgiebig das vorhandene WLAN (1 Std. kostet 3,00 Euro). Bis ich wieder auf der Straße bin, ist es nach 11:00 Uhr. Zunächst geht es noch ein Stück bergab. Der Tiefpunkt liegt auf etwa 600m. Der einzige Berg, der heute auf dem Programm steht, ist der Gampenpass (auch Gampenjoch bzw. Passo Palade). Leider gibt es keinen regelmäßigen Anstieg. Es geht mehrfach hinauf und hinunter und in den meisten Anstiegen ist die Steigung sehr gering. Da mein Energieanfall von gestern auch Geschichte ist, komme ich nur sehr langsam weiter. Ich habe das Gefühl, endlos zu fahren ohne nennenswert an Höhe zu gewinnen. Die Gegend ist sehr schön. Überall stehen Apfelbäume voll mit reifen Äpfeln. Die Gebäude wirken sehr südländisch. Ein paar Kilometer vor der Passhöhe überquere ich die Grenze zwischen Trentino und Südtirol bei St. Felix. Bald ist auch der Gampenpass erreicht. Die Abfahrt geht praktisch bis Meran, also geht es fast 1200 Höhenmeter bergab. Sie ist nicht sonderlich steil, aber breit ausgebaut und es reicht für Geschwindigkeiten über 50 km/h. Ich fahre durch Meran und spaziere entlang der Passer-Promenade. Für die weitere Fahrt gelange ich zufällig auf eine Radroute abseits der Straße entlang des Flusses. Für zügiges Vorwärtskommen ist sie nicht geeignet, da meist nicht asphaltiert. Da ich aber nur noch locker bis auf etwas über 500m Seehöhe fahren will, um die morgen anfallenden Höhenmeter etwas zu reduzieren, kommt sie mir nicht ungelegen. Ebenso zufällig stoße ich auf einen Campingplatz bei Saltaus, der an dieser Radroute liegt. Für morgen bleiben mir ziemlich genau 2000 Höhenmeter bis auf das Timmelsjoch. Die Bewölkung ist tagsüber stärker als die letzten Tage, Regen bleibt mir aber erspart. Da ich abends kein Gasthaus in fußläufiger Entfernung finde, brauche ich fast meine gesamten Lebensmittelvorräte auf.
Strecke: Dimaro (766) – Male – Cis (732) – Revo (724) – Cloz (791) – Brez (806) – Fondo (987) – St. Felix (1265) – Gampenpass (1518) – Caprile (1038) – Lana (310) – Meran (325) – Saltaus (490); im wesentlichen SS42 von Dimaro bis Fondo, danach SS238
Distanz: 86 km
Höhenmeter: über 1200
10. September 2009

Kurz nach 9:00 Uhr verlasse ich den Campingplatz in Cepina. In Bormio kaufe ich einige Kleinigkeiten ein und frühstücke. Beim Aufbruch in Bormio ist es ca. 10:00 Uhr. Die Strecke auf den Gaviapass kenne ich schon von der Befahrung im Jahr 2005. In San Nicolo fahren vier Mountainbiker mit Rucksäcken von einem Radgeschäft kommend unmittelbar vor mir auf die Straße. Da sie langsamer fahren, als ich zu dem Zeitpunkt unterwegs bin, überhole ich. Bald wird klar, dass wir für die nächsten paar Stunden das gleiche Ziel haben. Wir treffen einander heute noch mehrfach. Bald stelle ich fest, dass es bei mir heute wesentlich besser rollt, als in den letzten Tagen. Der Ruhetag hat mir sicher gut getan. Waren es bei den schweizer Pässen ca. 200 Meter pro Stunde, so kann ich im Anstieg zum Gaviapass problemlos 300 m/h machen, ohne mich dabei zu verausgaben. Es liegt wohl auch daran, dass die hier größere Steigung für mich angenhemer zu fahren ist. Das Wetter ist nach wie vor gut, nur auf der Passhöhe bzw. auf der anderen Seite scheint es zu regnen. Bis wir dort sind, ist allerdings nichts mehr davon zu sehen. Ich hatte gerechnet, nicht vor 17:00 Uhr auf dem Gaviapass zu stehen, in der Realität war es kurz nach 14:00 Uhr. Oben kehrte ich ein. Die “Polenta e formaggio und noch was” entpuppte sich als ein Kasnocken ähnliches Gericht und war sehr ausgiebig. Die Abfahrt nach Ponte di Legno war nicht besonders schön. Die meiste Zeit war die Straße entweder in sehr schlechtem Zustand oder nur 2,5 m breit.
Aufgrund der eingesparten Zeit und meines guten körperlichen Zustands entscheide ich mich dafür, den Passo del Tonale auch noch heute zu fahren. Das bedeutet noch weitere ca. 500 Höhenmeter. Zwei der vier Mountainbiker begleiten mich. Gemeinsam erreichen wir die Passhöhe. Die dortige Ortschaft hat den gleichen seltsamen Charme wie alle Winterskiorte im Sommer, egal ob Obertauern oder Val d’Isere. Wir verabschieden uns voneinander und ich beschließe, zu dem auf meiner Karte verzeichneten Campingplatz in Dimaro zu fahren, der auch leicht zu finden ist. Die Abfahrt vom Tonale zählt zu den interessantesten, die ich bisher gefahren bin. Zwar ist das Gefälle nicht groß genug, um richtig schnell zu fahren, aber die Strecke ist breit ausgebaut und in den meisten Kurven muss man nicht einmal bremsen. Meist bleibt die Geschwindigkeit unter 60, nur auf einer längeren Geraden erreiche ich 66 km/h. Der 4*-Campingplatz ist sehr nobel und auch nur 2 Euro teurer, als das was ich in den letzten Nächten bezahlt habe.
Strecke: Cima Piazzi (1118) – Cepina (Valdisotto) – Capitania (Valdisotto) – Bormio (1225) – San Nicolo – San Antonio – Santa Caterina Valfurva (1738) – Gaviapass (2621) – Ponte di Legno (~1350) – Passo del Tonale (1883) – Ossana (1003) – Dimaro (766)
Distanz: 85 km
Höhenmeter: 2000
9. September 2009

Da ich nicht Stilfser Joch und Gaviapass mit Gepäck an zwei unmittelbar aufeinander folgenden Tagen fahren möchte und auch das Gefühl habe, dass eine Pause nicht schaden kann, lege ich einen Ruhetag ein. Am Vormittag fahre ich nach Bormio und spaziere durch die sehenswerte Altstadt. Am Nachmittag fahre ich nach einem Einkauf wieder zurück zum Campingplatz. Den Hund, den ich dort 2005 getroffen habe, scheint es nicht mehr zu geben, dafür mehrere Katzen.
Strecke: Campingplatz “Cima Piazzi” – Cepina (Valdisotto) – Capitania (Valdisotto) – Bormio und gleiche Strecke zurück
Distanz: ca. 14 km
Höhenmeter: 100