Alpenüberlängung

Seit vielen Jahren ist es für mich selbstverständlich, Ferienreisen mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel zu tätigen. Wenn man einmal Gefallen daran gefunden hat, wird es schwer, andere Varianten des Reisens überhaupt noch in Erwägung zu ziehen. Dabei ist das Ziel meist gar nicht so wichtig, wie das Fahren selbst. Etwa zu Beginn des Jahres 1993 tauchte in meinem Freundeskreis die Idee auf, im Sommer nach Monaco zu fahren.

Auch ich war irgendwie fasziniert davon und machte mir einige Gedanken über mögliche Routen. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, um von Österreich nach Monaco zu kommen: entweder man durchquert die Poebene oder man überquert die Alpen (natürlich gibt es auch Mischvarianten). Da uns der Weg über die Alpen reizvoller schien, entschieden wir uns von Beginn an dafür und sagten uns: Wenn schon Alpenüberquerung, dann der Länge nach. So entstand eine Route mit einer Länge von ungefähr 1800 km und einer kumulierten Höhendifferenz von über 23000 Metern.

Mo, 02. August 1993: Baden – Gußwerk
Di, 03. August 1993: Gußwerk – Stein an der Enns
Mi, 04. August 1993: Stein an der Enns – Flattnitz
Do, 05. August 1993: Flattnitz – Watschig
Fr, 06. August 1993: Watschig – St. Sigmund
Sa, 07. August 1993: St. Sigmund – Naturns
So, 08. August 1993: Naturns – Santa Maria
Mo, 09. August 1993: Santa Maria – Bonaduz
Di, 10. August 1993: Bonaduz – Oberwald
Mi, 11. August 1993: Oberwald – Orsieres
Do, 12. August 1993: Orsieres – Pre St. Didier
Fr, 13. August 1993: Pre St. Didier – Col de l’Iseran
Sa, 14. August 1993: Col de l’Iseran – Valloire
So, 15. August 1993: Valloire – Guillestre
Mo, 16. August 1993: Guillestre – Saint Martin du Var
Di, 17. August 1993: Saint Martin du Var – Menton
Mi, 18. August 1993: Heimfahrt 1. Tag
Do, 19. August 1993: Heimfahrt 2. Tag
Mi, 25. August 1993: Epilog

Distanz gesamt: 1826 km
Höhenmeter bergauf: über 23000
Fahrrad: Batavus Randonneur