Ulm – Friedrichshafen

Ankunft 2:51 Uhr in Ulm. Da ich auf den Anschlusszug Richtung Friedrichshafen einige Stunden warten hätte müssen, fahre ich gleich mit dem Rad weiter. Aufgrund einer Anfrage in der Newsgroup de.rec.fahrrad weiss ich, dass die B30, die eigentlich die direkteste Verbindung nach Friedrichshafen wäre, eine reine Kraftfahrstraße ist. Daher suche ich mir eine alternative Route, die einerseits gut beschildert und andererseits weit genug von der B30 entfernt ist, um nicht durch auto-zentrierte Wegweisung wieder auf die B30 geschickt zu werden.

Radweg-Suchereien mag ich schon tagsüber nicht, bei Dunkelheit verbietet sich das sowieso. Ich wähle die B311 bis Ehingen und anschließend die B465 bis Biberach. Die Strecke ist leicht zu finden und gut befahrbar. Der Schwerverkehrsanteil ist recht hoch, was aber kein Problem darstellt. In der Ferne sehe ich immer wieder Wetterleuchten, höre jedoch keinen Donner. Das Gewitter ist offenbar sehr weit weg.

Nach dem Überfahren einer höheren Kuppe kann ich erstmals einzelne Blitze unterscheiden. Die Donner werden auch langsam lauter. Um ca. 5:00 Uhr beginnt es zu regnen. Ich stelle mich unter einer Brücke unter und nachdem der Regen länger nicht nachlässt, baue ich das Zelt auf, um etwas Schlaf nachzuholen. Gedacht hatte ich an zwei bis drei Stunden, aber ich schlafe bis nach Mittag.

Mittlerweile scheint die Sonne. Nach Biberach ist die Strecke nicht mehr so geradlinig. Ich fahre über Bad Schussenried, Aulendorf und Altshausen. Ravensburg komme ich näher, als ich eigentlich wollte. Ich gelange über Ailingen zum Messegelände, ohne in das Zentrum von Friedrichshafen fahren zu müssen und bleibe beim temporären Campingplatz hinter dem Parkplatz Ost.

Strecke: Ulm – Erbach – Ehingen – Biberach an der Riß – Ingoldingen – Bad Schussenried – Aulendorf – Altshausen – Horgenzell – Ailingen – Neue Messe (Friedrichshafen)

Distanz: 137 km

Höhenmeter: 675