Singlespeed

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Vor längerer Zeit ist mir ein nahezu unbenutztes Eddy-Merckx-Rad aus den späten Siebzigern oder aus den frühen Achzigern in die Hände gefallen. Ich fand es zu schade zum Wegwerfen. Da mich aber einerseits die darauf verbauten Komponenten (unter anderem eine Simplex 10-Gang-Schaltung) nicht sonderlich begeisterten und es andererseits nicht sinnvoll bzw. nicht möglich gewesen wäre, das Rad mit einer aktuellen Schaltung auszurüsten, beschloß ich, es als Singlespeed herzurichten. Ein bißchen Stilbruch musste ich begehen, da ich Bremshebel mit nach oben abgehenden Zügen nicht mehr ausstehen kann und meine gewohnten Systempedale nicht missen wollte. Ich investierte neue Felgen, Speichen, Bremszangen, Kette und eine Sattelstütze sowie gebrauchte Bremshebel, Pedale, Kurbeln und einen Sattel. Da dies mein erster Versuch mit einem sportlichen Singlespeed war, war ich bemüht, die Kosten niedrig zu halten. Daher verwendete ich die vorhandene Hinterradnabe und entfernte vom Fünffachschraubkranz alle Ritzel bis auf eines. Ich wollte es unbedingt mit Freilauf haben, da es bei uns doch etwas hügelig ist und ich bergab auch schneller rollen können möchte, als ich zu kurbeln imstande wäre. Vorläufig behielt ich auch die alten Reifen (Michelin Elan 25-622/90PSI) und Schläuche. Die alte Kurbelgernitur hätte ich gerne behalten, musste sie aber tauschen, da sie französische Pedalgewinde hatte und ich damit meine Pedale nicht verwenden hätte können. Als Übersetzung wählte ich zunächst 42/17, was sich bei ersten kurzen Testfahrten als recht brauchbar herausgestellt hat. Das wird sicher kein Rad werden, mit dem ich tausende Kilometer im Jahr fahre, aber es macht Spaß, einmal ohne Schaltung unterwegs zu sein. Eventuell tausche ich irgendwann den Rahmen, da er nicht besonders hochwertig ist und die Rahmenhöhe auch nicht richtig passt. Jedenfalls habe ich jetzt ein Rad, das zum Trainieren hoher Trittfrequenzen geeignet ist und als Ersatz- und Schönwetter-Bahnhofsrad verwendet werden kann.

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