Obervellach – Großglockner Hochalpenstraße – Zell am See

Hochtortunnel

Am letzten Tag meiner kleinen Alpenfahrt hatte ich das außerordentliche Vergnügen, bei absolutem Kaiserwetter die Großglockner Hochalpenstraße in gesamter Länge mit allen 27 Kehren zu überqueren. Nur die Stichstraßen zur Franz-Josefs-Höhe und zur Edelweißspitze musste ich auslassen. Als ich das Quartier in Obervellach verließ, waren die Oldtimer auch schon wieder unterwegs. Sie fuhren an diesem Tag von Bad Kleinkirchheim auf die Glocknerstraße. Bis kurz vor Winklern hatten mich alle überholt. Als ich froh war, sie los zu sein, kamen mir die ersten schon wieder entgegen. Es war keine Wolke am Himmel zu sehen. In Heiligenblut nahm ich mir endlich einmal die Zeit, um die berühmte Kirche auch von innen zu besichtigen. Auch der Friedhof unmittelbar um die Kirche herum ist sehenswert. Ich benötigte ca. alle 200 Höhenmeter eine kurze Pause, hatte aber ansonsten keine Probleme. Beim Kasereck machte ich eine längere Pause. Ich sah zwei vom Hochtor kommende Radfahrer, einen mit einem konventionellen Fahrrad und einen mit einem Liegerad, das ich aus der Entfernung als Lightning P-38 zu erkennen glaubte, was sich bei näherer Betrachtung als richtig herausstellte. Ich sprach die beiden an und es stellte sich heraus, dass Tom das Liegerad vor ca. 10 Jahren bei uns im Fahrradstudio gekauft hatte. Wir plauderten etwa eine halbe Stunde. Danach setzte ich meinen Weg zum Hochtor fort. Kurze Zeit später kam mir ein freilaufender schwarzer Schäferhund auf der Straße entgegen. Er überlegte es sich offenbar später. Nachdem er umgedreht hatte überholte er mich bergauf. Rund vier Stunden nachdem ich Heiligenblut verlassen hatte, erreichte ich den Hochtortunnelparkplatz. Vor etwas mehr als 15 Jahren hatte ich für die gleiche Strecke eineinhalb Stunden benötigt. Damals war ich aber auch besser trainiert und völlig gesund. Nach kurzer Pause machte ich mich auf die Abfahrt zur Fuscher Lacke. Das kurze Stück von dort zum Fuscher Törl war die letzte nennenswerte Steigung dieses Tages. Die Sonne war verschwunden und es wurde langsam dämmerig. Daher war ich auf der Abfahrt langsamer als sonst und die Höchstgeschwindigkeit blieb bei den 78 km/h, die ich schon zwischen Hochtor und Fuscher Lacke erreicht hatte. Ich fuhr nach Zell am See zum Bahnhof, von wo ich mit dem Zug nach Salzburg Stadt fuhr. Die nächsten Tage verbrachte ich in Bergheim auf der Fahrradhändlermesse. Danach fuhr ich im Auto mit nach Hause.

Strecke: Obervellach (687) – Flattach (696) – Außerfragant (712) – Winklern (865) – Mörtschach (972) – Döllach (1013) – Heiligenblut (1291) – Mautstelle (1691) – Kasereck (1910) – Abzweigung Franz-Josefs-Höhe (1859) – Hochtortunnel (2504) – Fuscher Lacke (2262) – Fuscher Törl (2428) – Piffkar (1638) – Mautstelle Ferleiten (1151) – Fusch an der Glocknerstraße (813) – Bruck an der Glocknerstraße (755) – Zell am See (752)
Distanz: 114 km
Höhenmeter bergauf: 2175

2 Gedanken zu „Obervellach – Großglockner Hochalpenstraße – Zell am See

  1. Moin moin Andreas, unglaublich was für Strecken du zurück legst; ganz zu schweigen von den 80 KmH Abfahrten *wahnsinn* Für den Fall Das Du Deine Distanzen gerne mal grafisch online präsentieren willst, schau Dir doch mal meine Seite Endorphinum.de an. Kannst mich gerne anmailen wenn Du Fragen hast! Ach ja: Ich bin über blog-sucher.de auf Deiner Seite gelandet! Alles Gute, Carlos

  2. Danke. Die Distanzen sind nicht weiter ungewöhnlich. Die Geschwindigkeiten bergab mögen für jemanden, der im absoluten Flachland lebt, imposant oder gefährlich scheinen, wenn man aber bei fast jeder Ausfahrt irgendwo mindestens 60 km/h erreicht, sind 80 auch nicht so ungewohnt. Die von Dir erwähnte Website ist für mich leider unbrauchbar, da 100% Flash.

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