Maria Taferl – Amstetten und Attnang-Puchheim – Bergheim

Tunnel beim Mondsee

Nach dem Frühstück und der Abfahrt wieder hinunter nach Marbach an der Donau freute ich mich zunächst über Rückenwind. In der Nähe von Persenbeug begann es zu regnen und meine neue Regenjacke und Überhose kamen erstmals zum Einsatz. Nach der Ortsdurchfahrt von Grein musste ich die Entscheidung treffen, ob ich auf der geplanten Strecke, die weiter Richtung Perg geführt hätte, bleibe oder über die Donaubrücke nach Amstetten fahre, um dort in die Bahn zu steigen. Da ich es vermutlich mit dem Fahrrad nicht rechtzeitig bis Salzburg geschafft hätte, hätte ich ohnehin ein Stück mit der Bahn fahren müssen, also entschied ich mich, das gleich zu tun und dabei eventuell auch dem Regen zu entkommen. Ich fuhr also über die Brücke und weiter bis Amstetten, wo ich nach dem Einkaufen in einen Intercity stieg und bis Attnang-Puchheim fuhr.

Beim Aussteigen in Attnang-Puchheim schien die Sonne. Ab dem Attersee war die Route identisch mit einem Teil meiner Sechs-Seen-Fahrt im Jahr 2005. Heuer kam ich aber nur auf vier Seen. Leider war es trotz niederschlagsfreiem Wetter über den Seen so dunstig, dass man teilweise das gegenüberliegende Ufer kaum sehen konnte. Am Südufer des Mondsees gibt es einen Tunnel, der für Radfahrer gesperrt ist. Ich war überrascht zu sehen, dass die Umfahrung für Radfahrer teilweise auch durch einen längeren Tunnel führt. Er ist breit genug ausgeführt, um auch Kraftfahrzeugverkehr in einer Richtung zu ermöglichen und dient anscheinend als Notausgang für den Autotunnel.

Ursprünglich hatte ich vor, erst Freitag Vormittag nach Bergheim zu kommen. Als ich in St. Gilgen am Wolfgangsee war, erreichte mich jedoch ein Anruf von Wolfgang, der mir mitteilte, dass auch heute schon ein Zimmer beim Bräuwirt frei wäre. Daher entschloss ich mich, hier kein Quartier zu suchen und weiter zu fahren. Die fortgeschrittene Tageszeit war kein Problem, da ich ja am Zielort bereits ein Zimmer hatte. Zwischen St. Gilgen und Fuschl kehrte ich zum Abendessen ein. Danach ging es mit aufgefüllten Energiereserven weiter. Die Steigung bis Fuschl war bald überwunden und vom Fuschlsee ging es bis Salzburg fast nur noch bergab. Da ich den Stadtverkehr in Salzburg vermeiden wollte, bog ich in Salzburg auf die B1 Richtung Norden ab und fuhr über Mayrwies nach Bergheim.

Strecke: Maria Taferl – Marbach an der Donau – Granz – Gottsdorf – Persenbeug – Isperdorf – Hirschenau – Sarmingstein – St. Nikola – Grein – Donaubrücke – Ardagger – Amstetten; nach Bahnfahrt: Attnang – Puchheim – Regau – Schörfling am Attersee – Kammer – Seeberg – Weyregg am Attersee – Seefeld – Steinbach am Attersee – Weißenbach am Attersee – Burgau – Unterach am Attersee – Scharfling – Scharflinger Höhe – St. Gilgen – Fuschl am See – Hof bei Salzburg – Salzburg – Mayrwies – Bergheim/Lengfelden
Distanz Fahrrad: 135 km (49 + 86)
Distanz Bahn: 120 km


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