Großglockner Hochalpenstraße Juni 2010

Schneewand neben der Straße

Da es heuer im Mai kein Wochenende mit stabilem, niederschlagsfreiem Wetter gab, entschieden wir uns, die obligatorische Befahrung der Glocknerstraße in den Juni zu verschieben. Wir waren diesmal wieder zu dritt unterwegs (Verena, Peter und ich). Freitag Nachmittag fuhren wir mit dem Auto nach Fusch und übernachteten nach einem Abendessen beim Bärenwirt auf dem Campingplatz. Obwohl wir kurz nach 6:00 Uhr auf waren, dauerte es bis nach 7:30, bis wir losfahren konnten. Ich fuhr zunächst ein kurzes Stück talauswärts Richtung Bruck, um etwas aufzuwärmen, wie ich mir das letztes Jahr vorgenommen hatte. Kurz nach dem Ortsende von Fusch drehte ich jedoch wieder um, da ich heuer kleinere Übersetzungen hatte und daher die Steigungen etwas langsamer angehen konnte.

Fast gleichzeitig erreichten wir Ferleiten und später den Rastplatz beim Piffkar, wo wir üblicherweise aufeinander gewartet hatten, was heuer nicht nötig war. Es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Die Lufttemperatur war angenehm, durch die Sonneneinstrahlung war es jedoch stellenweise ziemlich heiß. Natürlich waren wir nicht die einzigen, die das erste schöne Wochenende seit Öffnung der Glocknerstraße nach der Winterpause nutzen wollten. Es war ziemlich viel Verkehr mit sehr hohem Motorradanteil. Ich nahm mir vor, die Glocknerstraße in Zukunft an Wochenenden von Juni bis August wieder zu meiden. Mit den Befahrungen in den Monaten Mai und September hatte ich wesentlich bessere Erfahrungen gemacht.

Bis auf etwas über 2000 m Seehöhe konnte ich recht zügig fahren und benötigte keine Pausen. Danach lief es nicht mehr ganz so gut und ich musste öfter stehen bleiben. Auf der Straße zwischen Fuscher Törl und Edelweißspitze spürte ich beginnende Muskelkrämpfe in den Oberschenkeln, was mich zu weiteren Pausen zwang. Schließlich benötigte ich für die Strecke von Fusch bis zur Edelweißspitze etwa 4 Stunden und 47 Minuten. Verena war deutlich vor mir oben. Peter, der noch zum Hochtor hinüber gefahren war, traf kurz nach mir ein. Wir kehrten ein, um eine Kleinigkeit zu essen.

Danach begaben wir uns auf die Abfahrt. Die Kopfsteinpflasterstrecke bis zum Parkplatz beim Fuscher Törl war noch eher unangenehm, danach begann aber der Spaß. Die fünf oder sechs langsamen Autos, auf die wir aufliefen, ließen sich zum Glück relativ einfach überholen. Ansonsten hatten wir auf der Abfahrt wenig Verkehr. Die von meinem GPS-Logger aufgezeichnete Höchstgeschwindigkeit waren 21,08 m/s, was 76 km/h entspricht. Da der Logger aber nur in Intervallen von mehreren Sekunden aufzeichnet, kann die tatsächliche Höchstgeschwindigkeit auch höher gewesen sein. Tacho hatte ich diesmal keinen mit. In Fusch verluden wir unsere Sachen ins Auto und fuhren wieder nach Hause.

Strecke: Fusch (813) – Ferleiten (1151) – Piffkar – Fuscher Törl (2428) – Edelweißspitze (2571) und zurück
Distanz: 46 km
Höhenmeter: ca. 1800
Fahrrad: Batavus

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